Was
bedeutet das jetzt aber für die verbleibenen Kinos der
ARGE der Kärntner Seenkinos?
Das Herzstück dieser ARGE war die sogenannte Ringabspielung
- die tägliche Weitergabe eines Films von Kino zu Kino
- welche aber nur mit mindestens 4 Kinos so funktioniert,
wie es sich Erwin Dinnebier bei der Einführung gedacht
hat.
Durch das Schließen von Radenthein und die Spezialisierung
Pörtschachs auf den Kulturfilm-Sektor verbleiben nun
2 Kinos in diesem "Ring". Dies bedeutet wiederrum,
dass man nun Filme öfters für zumindest 2 oder 3
Tage - Premieren sogar bis zu 7 Tage - einsetzen
muss. Schaffte man in den Vorsaisonen ca. 30 unterschiedliche
Streifen zu zeigen, werden es 2010 ca. 18 sein.
Durch dieses eingeschränkte Angebot kann man dem Gast
selbst-verständlich nicht jene Abwechslung bieten, welche
aber so prägnant für die Seenkinos war.
Ein weiteres Problem, welches sich am Horizont anbahnt, sind
die noch schwieriger werdenden Diskussionen mit den Filmverleihern.
Jedes Jahr aufs Neue benötigt es viel Zeit und Energie
Premieren an Land zu ziehen bzw. Filme "am Puls der Zeit"
ins Programm zu bekommen - Diese Verhandlungen verschärfen
sich zukünftig, da man 2010 einen geringeren Einzugsbereich
und weniger Sitzplätze seitens der ARGE anbieten kann.
Somit kommt man fast nur durch einen Kopienkauf an
den Starttermin, welcher ohne eine Förderung ganzlich
unerschwinglich wäre.
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