Die Geschichte des Kino Bodensdorf

Von der Verwirklichung einer waghalsigen Idee...
... zum Kino mit Kult-Status am Ossiacher See!


-> Alfons Dinnebier - Eine Ära beginnt
-> Der Überlebenskampf I
-> 1995 - Ein Meilenstein in Richtung Zukunft
-> Kino Velden muss schließen
-> 2005 - Förderung vom Land Kärnten für die ARGE
-> Vom Glanz und Verfall der Kärntner Kinolandschaft
-> Blockbusters & Alternativen müssen her

2011 - Durch unfinanzierbare behördliche Auflagen kurz vor Spielbeginn, kann der Kinobetrieb nicht mehr aufgenommen werden. Nach gut 50 Jahren Familienbetrieb geht auch hier ein Stück Kinotradition glanzlos zu Ende.


2010 - Im Frühjahr wurde das Gebäude, in welchem sich auch das Kino Pörtschach befindet an einen Glasbausteinhersteller aus Deutschland verkauft. Dieser möchte das Gebäude sanieren und das Kino zukünftig als Kulturfilm-Zentrum führen.


2009 - Es kündigte sich nicht an - es kam aus dem Nichts. Im Zuge der routinemäßigen Vorbereitungen auf eine neue Kino-Saison erfuhr man, dass die Parklichtspiele Radenthein ihre Pforten nicht mehr öffnen werden. Aus gesundheitlichen Gründen kann man den Spielbetrieb nicht aufrecht erhalten, jegliche Versuche Personal zu finden schlugen fehl. Somit verabschieden sich eines der best-erhaltensten Kinos Kärnten leise im Sommer 2009.


Was bedeutet das jetzt aber für das letzte Kino der ARGE?

Das Herzstück dieser ARGE war die sogenannte Ringabspielung - die tägliche Weitergabe eines Films von Kino zu Kino - welche aber nur mit mindestens 4 Kinos so funktioniert, wie es sich Erwin Dinnebier bei der Einführung gedacht hat.
Durch das "Aussterben" der Kärntner Kleinkinos über die letzten Jahre bleibt nur noch das Seenkino in Bodensdorf über. Dies bedeutet wiederrum, dass man nun Filme öfters für zumindest 3 Tage - Premieren sogar bis zu 10 Tage - einsetzen muss.

"Wir haben oft darüber nachgedacht, wie wir unseren Kinobetrieb als Einzelkino aufrecht erhalten und organisieren können. Heuer tritt dieser Fall - rascher als gedacht - ein und wir müssen schauen, wie wir uns Aufstellen um zumindest noch eine glanzvolle Saison bieten zu können", so Andreas Dinnebier.

Durch dieses eingeschränkte Angebot kann man dem Gast selbst-verständlich nicht jene Abwechslung bieten, welche aber so prägnant für die Seenkinos war.

Ein weiteres Problem, welches sich am Horizont anbahnt, sind die noch schwieriger werdenden Diskussionen mit den Filmverleihern. Vor der traurigen Nachricht aus Millstatt plante man die Saison mit drei Premieren. Nachdem klar wurde, dass nur ein Kino in den Sommer 2011 starten wird, verblieb lediglich ein Startfilm.


Das Ende der Kleinkinolandschaft in Kärnten ist nah.

Alternativen und Blockbuster sind nun gefragt...

 
       
   
© Kino Bodensdorf 2010